Geld sparen mit einem Induktionskochfeld?

Induktionskochfelder sind hauptsächlich für zwei Dinge bekannt. Das erste, was eigentlich jeder über Induktionskochfelder weiß ist, dass sie unheimlich schnelle Reaktionszeiten aufweisen – sie bringen Speisen sehr schnell zum Kochen. Der zweite Punkt ist vielen nicht ganz so bekannt, wobei dieser noch viel wichtiger ist – sie sind wahre Effizienzwunder und weisen eine sehr gute Energiebilanz auf. Sie sparen gegenüber einem Ceranfeld einiges an Energie ein und schonen so den Geldbeutel des Nutzers, aber auch die Umwelt! Denn der Großteil des Stroms, wird noch immer aus Kohle- und Atomkraftwerken gewonnen.

Der einzige Nachteil der Induktionskochfelder war immer der höhere Preis gegenüber einfachen Cerankochfeldern und Gasherden, doch dieser gehört einer längst vergangen Zeit an. Induktionsherde sind längst nicht mehr so teuer und befinden sich preislich ungefähr auf dem gleichen Niveau wie die Ceran- und Gaskochfelder!

Die Anschaffung eines Induktionskochfeldes lohnt sich demnach in vielerlei Hinsicht und die Nutzung spart, gegenüber Gas- und Cerankochfeldern, Geld ein!

 

 

Wieso spart ein Induktionskochfeld Geld ein?

Für die Einsparung ist einzig und alleine das Funktionsprinzip eines Induktionskochfelds verantwortlich – es arbeitet mit einer absolut anderen Technik als das Cerankochfeld. Diese Technik verbraucht und „verliert“, beim Kochvorgang, weniger Strom (in Form von Wärme) als ein Cerankochfeld. Zum besseren Verständnis folgen kurze Erläuterungen zu den beiden Kochfeldtypen.

 

Cerankochfeld

Bei einem Cerankochfeld sitzen unter den einzelnen Kochzonen Heizspulen, die aufheizen und dadurch den Topf von unten erhitzen – dabei wird natürlich auch die dazwischen befindliche Glaskeramikplatte erwärmt. Die Wärme durchdringt also die Glasplatte und erreicht dann den Topf, wodurch dieser warm wird – ein wirklich einfaches Prinzip. Doch dadurch ergeben sich mehrere negative Effekte im Vergleich zum Induktionskochfeld. Zum einen braucht ein herkömmliches Ceranfeld länger, um den Topfinhalt auf die entsprechende Temperatur zu bringen und zum anderen ist der Energieverlust beim Erwärmungsvorgang höher. Ein großer Teil, der durch die Heizspirale erzeugten, Wärme geht in den Raum verloren, da sie nicht gezielt auf den Topf geleitet wird! Diese verlorene Energie muss natürlich genauso bezahlt werden, wie die Energie, die den Topf erreicht. Dadurch ergibt sich ein höherer Energiebedarf als bei einem Induktionskochfeld.

 

Induktionskochfeld

Bei einem Induktionskochfeld, befinden sich unter den einzelnen Kochzonen Induktionsspulen. Unter elektrischen Einfluss und dem passenden Gegenspieler, sind diese Induktionsspulen in der Lage, ein induktives Magnetfeld zu erzeugen. Um ein Magnetfeld zu erzeugen wird Kochgeschirr benötigt, welches einen ferromagnetischen Boden vorweist, nur so kann die Induktionsspule zwischen ihr selbst und dem Topf ein magnetisches Wechselfeld erzeugen. Ist dies gegeben, dann erzeugt die Spule das Magnetfeld und der Boden des Topfes erwärmt sich, nicht die Glaskeramikplatte! Natürlich erwärmt sich die Glasplatte auch, aber nicht durch die Induktionsspule, sondern durch den Topf. Ein Induktionskochfeld erwärmt also eine viel kleinere Fläche als ein Cerankochfeld und das auch noch genau auf den Boden des Kochgeschirrs angepasst! Diese Tatsache ist das Geheimnis, weshalb ein Induktionskochfeld in der Lage ist, Wasser viel schneller zum Kochen zu bringen als ein Ceranfeld. Diese Zeitersparnis zieht wiederum einen niedrigeren Energieverbrauch mit sich und der spart das Geld ein!  

 

 

Wie viel Geld kann ein Induktionskochfeld wirklich sparen?

Auch wenn spätestens jetzt, jedem klar sein wird, dass ein Induktionskochfeld gegenüber einem Ceran- oder Gaskochfeld, Geld einsparen kann, weiß niemand wie viel genau. Dies müsste auf den einzelnen Nutzer individuell berechnet werden, denn nicht jeder kocht gleich viel und gleich lange. Eine Großfamilie wird wahrscheinlich länger Kochen als ein Single und ein Single wird wahrscheinlich seltener kochen. So ergeben sich viele unterschiedliche Faktoren die zu sehr vom Einzelfall abhängen, als dass man diese mit einberechnen kann.

Doch die Stiftung Warentest, die die finanzielle Einsparung eines Induktionskochfeldes gegenüber einem Cerankochfeld herausfinden wollte, war der Meinung, dass dies mit einem Musterhaushalt funktionieren würde. Die Berechnungen ergaben, bei einem Kilowattstundenpreis von 0,25 Euro eine Kostenersparnis von rund 6 Euro pro Jahr.  Doch der Kilowattstundenpreis von 0,25 € ist heute nicht mehr realistisch, dieser liegt mittlerweile eher bei 0,28 Euro.

Den größten Zweifel an dieser Berechnung schürt die Tatsache, dass niemand weiß wie oft und wie lange der „Durchschnittshaushalt“ kocht. Deshalb, und auf Grund dessen dass es viele individuelle Faktoren gibt die in solch eine Berechnung mit einfließen müssten, ist diese Berechnung eher mit Vorsicht zu genießen!

 

 

Fazit

Jedem Nutzer muss bewusst sein, dass die Ersparnis durch ein Induktionskochfeld keinesfalls sehr hoch sein wird, sondern eher gering. Jedoch ist ein Induktionskochfeld nur ein Teil des großen Puzzles, um Energie und damit Geld einzusparen. Hierbei gilt ein altes Sprichwort „Kleinvieh macht auch Mist“! Viele kleine Einsparungen ergeben am Ende eine große! Zudem sollte die immense Zeitersparnis, die man durch ein Induktionskochfeld erhält, mindestens genauso stark geschätzt werden, wie die finanzielle Ersparnis.